AP 4: Anwendung naturnaher Verfahren zur Reduzierung der Gewässerbelastung durch Mischwasserüberläufe

Hauptziel des Arbeitspaketes

Die beteiligten Abwasserverbände werden in die Lage versetzt, naturnahe Verfahren zur Mischwasserbehandlung so einzusetzen, dass die größte Wirkung zur Verbesserung der Gewässerqualität im Einzugsgebiet des Obersauer-Stausees erreicht wird. Für die als prioritär relevant eingestuften Mischwasserüberläufe werden die Wirkungen der Behandlungsanlagen auf die Wasserqualität quantifiziert. Als messbares Kriterium dienen die Häufigkeit der Überschreitung von Grenzwerten der Gewässerqualität sowie deren räumliche und zeitliche Ausdehnung. Wie oft werden Grenzwerte überschritten? Wie lange dauert die Überschreitung und wie groß ist der betroffene Gewässerabschnitt? Maßstab ist die Verbesserung gegenüber dem Status Quo. Quantitative Angaben zu Zielen werden aus den Ergebnissen von AP1 abgeleitet.

Kommunikationsziel und Zielgruppe

Das primäre Kommunikationsziel besteht darin, Entscheidungsträger auf die Bedeutung der Mischwasserüberläufe für die Gewässerqualität aufmerksam zu machen. Gleichzeitig wird das Potenzial naturnaher Anlagen zur Reduzierung dieser Gewässerbelastung bekannt gemacht. Es werden konkrete Empfehlungen für den Einsatz dieser Technologie erarbeitet und verbreitet.

Eine wesentliche Zielgruppe sind somit die Betreiber von Entwässerungssystemen. Die beteiligten Betreiber (SIDEN, IDELUXEau), gewinnen durch die Pilotanlagen Erfahrungen mit dieser neuen Technologie. Andere Betreiber in der Großregion werden die Ergebnisse durch Fachtagungen und Informationsveranstaltungen zugänglich gemacht. Eine weitere Zielgruppe sind Mitarbeiter/innen in Firmen, Ingenieurbüros, Kommunen sowie der Wasserverwaltung. Sie erhalten in Informationsveranstaltungen und Workshops zielgruppengerecht aufbereitete Informationen zu den Technologien.