AP 5: Aktives Entscheidungssystem zur Verringerung der Emissionen in die Haute-Sûre

Hauptziel des Arbeitspaketes

Ziel des AP ist, die Entwicklung und Erprobung eines aktiven Entscheidungshilfesystems, das zunächst bei der Dimensionierung und Lage von Anlagen zur Emissionsreduzierung (bspw. Bodenfilter an Mischwasserüberläufen) als Entscheidungshilfe genutzt werden kann. In einer weiteren Phase sollen die Emissionen an identifizierten Hotspots durch aktive Eingriffe in die Verteilung von Frachten reduziert werden.

Das aktive Entscheidungshilfesystem ermöglicht es, die Reihenfolge und die Wirksamkeit der einzelnen Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität auf integrierte Weise richtig zu bewerten. Dadurch wird es möglich, die Auswirkungen einzelner Maßnahmen auf das gesamte System von Kanalisation, Kläranlagen und additiven Technologien (wie Bodenfilter) und Gewässer abzuschätzen und einzuordnen. In Kombination mit einer wirtschaftlichen Bewertung ist es möglich, kosteneffizient zu handeln, ohne das Ziel einer biologisch und chemisch guten Gewässergüte in der Sauer zu erreichen.

Kommunikationsziel und Zielgruppe

Die Möglichkeiten und Vorteile der künstlichen Intelligenz (KI) zur Verbesserung und Steuerung komplexer Systeme beginnen, sich auch auf Umweltaspekte auszudehnen. In diesem Arbeitspaket wird den wesentlichen Akteuren (Betreibern von Kläranlagen, Wasserbehörden) aufgezeigt, dass sich die Wasserqualität von Flüssen verbessern lässt, indem die Teilkomponenten des Abwassersystems (einschließlich Retentionsbodenfilter) zusammen mit dem Gewässer aktiv in einem KI-gestützten Modell berücksichtigt werden. Diese KI ist in der Lage, die Wasserqualität des Flusses zu verbessern.

Das entwickelte System stellt auch für Studierende als zukünftige Experten ein äußerst innovatives Anschauungsbeispiel dar, welches dem Verständnis des Zusammenwirkens der einzelnen Teilkomponenten des Abwassersystems dient. Es kann somit zur Veranschaulichung in Lehrveranstaltungen eingesetzt werden.