
RTC4Water hilft Städten, Zweckverbänden, Wasserversorgern, Kommunalverwaltungen und sogar Ländern, ihre bestehende Infrastruktur für die Abwassersammlung und -verteilung besser zu nutzen, indem es auf künstlicher Intelligenz (KI) basierende Softwaretools für das Wasser- und Kanalnetzmanagement entwickelt und implementiert.
Kompetenzen
Das Unternehmen bietet seinen Kunden eine einzigartige Kombination aus Branchenkenntnis und den neuesten Technologien zur Modellvorhersage. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, den Managern von Wasser- und Abwassernetzen die Werkzeuge und das Fachwissen zu geben, die sie benötigen, um ihren Stakeholdern eine bessere Leistung zu bieten, ohne dabei hohe Kosten oder aufwändige Technologien in Kauf nehmen zu müssen.
Rolle
Das Unternehmen verfügt über umfassendes Fachwissen bei der Modellierung von Abwassersystemen mit einer US-EPA Software namens SWMM. Anhand von Regendaten lässt sich dann das Verhalten eines Abwassersystems vorhersagen. Das Unternehmen verfügt anschließend über die einzigartige Fähigkeit, direkt aus der Modelldatei einen KI-Kontroller zu erstellen. Das Modell, die Regendaten und der Kontroller können dann kombiniert werden, um Simulationen durchzuführen und Mischwasserüberläufe (Anzahl, Volumen und Konzentrationen) vorherzusagen. Der KI-Controller kann verwendet werden, um Überlaufmengen zu minimieren und Überläufe auf bestimmte (leistungsstarke) Stellen zu lenken.
Mithilfe des Fachwissens der anderen Partner wird RTC4Water ein vereinfachtes Modell für einen Bodenfilter und einen Fluss (die Sûre) implementieren. Diese Fähigkeit ist derzeit nicht in einer Form vorhanden, in der sie direkt mit einem SWMM-Modell und einem KI-Regler verbunden werden kann, muss aber verfügbar sein, um ein kombiniertes Abwasser- und Flusssystem optimieren zu können. Anhand der Ergebnisse wird es dann möglich sein, die Auswirkungen der Bodenfilter auf die Gesamtabwasserbelastung der Sûre abzuschätzen und aufzuzeigen. RTC4Water wird zusätzliche Modelle und Controller für die Abwassernetze in Belgien entwickeln und Simulationen für diese Netze durchführen. Wenn man dies dem bereits verfügbaren Modell für den Luxemburger Teil des EZG („Heiderscheid-Modell“) hinzufügt, wird es dann möglich sein, die Gesamtbelastung der Sûre durch diese Abwassernetze (hinsichtlich der Parameter NH4, Feststoffe, VOC, Mikroverunreinigungen) abzuschätzen, typischerweise für ein Regenszenario, das ein ganzes Jahr dauert.
Es ist wichtig zu erwähnen, dass das Modell und der Regler in der Lage sein müssen, die Schadstoffkonzentrationen zu bewältigen, um die Qualität in einem Vorfluter zu optimieren. RTC4Water hat einen Prototyp eines Optimierers entwickelt, der dies innerhalb des Abwassersystems leisten kann. Die Aufgabenstellung im Rahmen des QualiSure-Projektes geht noch einen Schritt weiter: Zum ersten Mal wird der Versuch unternommen, die Immissions-Konzentrationen direkt in einem Vorfluter zu optimieren. Der Nachweis der technischen Machbarkeit wird diesen Markt öffnen und allen Technologieanbietern die Möglichkeit geben, ihre Kunden zu überzeugen. Um klar zu sein: Bei diesem Teil des Projekts geht es nicht um Gewinn, sondern um den Nachweis der technischen Machbarkeit.
Erfahrungen
Die Mitarbeiter von RTC4Water haben umfangreiche Erfahrungen mit europäischen und INTERREG-Projekten. Dr. Alex Cornelissen war Projektmanager für die Projekte INNERS, PILLS und NoPILLS. Derzeit ist RTC4Water auch an dem INTERREG NWE Projekt BeProAct beteiligt.
