
Kompetenzen
Das Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft an der Universität Luxemburg weist langjährige Erfahrungen in den folgenden Bereichen auf:
- Elimination von Mikroschadstoffen aus Abwasser unter Verwendung von Technologien wie Ozonung, Aktivkohlefiltration und Photo-Fenton
- Entwicklung von naturnahen Abwasserbehandlungsverfahren
- Umsetzung von Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz in Kläranlagen
- Aufbereitung und Nutzung von Abwasserteilströmen sowie Rückgewinnung von Wertstoffen aus Abwasser und Abfall.
Des Weiteren liegen vielfältige Projekterfahrungen im Bereich der integrierten Planung und des Betriebs von Kanalnetzen und Kläranlagen vor.
In den letzten Jahren war das Fachgebiet zusammen mit Partnern aus der Großregion an den INTERREG GR-Projekten EmiSûre und CoMinGreat beteiligt, in denen insbesondere das Thema der Elimination von Mikroschadstoffen aus kommunalem Abwasser im Vordergrund stand; des Weiteren wurden im Rahmen der INTERREG NWE-Projekte INNERS und WOW! zusammen mit europäischen Partnern Untersuchungen zur Steigerung der Energieeffizienz im urbanen Wasserkreislauf sowie zur Erzeugung von verwertbaren Produkten aus Abwasser durchgeführt.
Zur Durchführung von Abwasser- und Klärschlammanalysen ist am Fachgebiet ein abwassertechnisches Labor mit dem entsprechenden Fachpersonal vorhanden. Im Bereich der Mikroschadstoffanalytik arbeitet die Uni.lu seit langen Jahren eng mit dem Projektpartner LIST zusammen, der auch in QualiSure für die Mikroschadstoffanalytik vorgesehen ist.
Weiterhin arbeitet das Fachgebiet seit Jahren sehr eng mit den Wasserwirtschaftsbehörden von Luxemburg, dem Saarland sowie Rheinland-Pfalz zusammen. Neben der Durchführung von Projekten in den Bereichen Mikroschadstoffelimination, Energie, Klärschlammbehandlung und – verwertung mit Schwerpunkt auf einer Anwendung und Weiterentwicklung von Technologien werden auch übergeordnete Konzeptionen entwickelt; so war das Fachgebiet bspw. an der Erstellung der Nationalen Klärschlammstudie für Luxemburg sowie bei der Entwicklung der Nationalen Strategie zur Mikroschadstoffelimination eingebunden.
Die Projektreferentin wird mit Dr. Silvia Venditti eine aufstrebende, hochqualifizierte Forscherin mit großer Projekterfahrung (u.a. in den Projekten EmiSure und CoMinGreat) sein, die in enger Abstimmung mit dem Leiter des Lehrstuhls, Professor Hansen, die Aktivitäten an der Uni.lu koordinieren und leiten wird.
Rolle
Der Projektpartner Universität Luxemburg ist insbesondere in folgende Aktivitäten involviert:
- Bestandsaufnahme der vorhandenen Kläranlagen sowie Mischwasserentlastungsbauwerke in Luxembourg; Identifizierung von Belastungsschwerpunkten (Hot-Spots).
- Quantifizierung des Beitrags von Kläranlagen und Mischwasserentlastungsanlagen in Luxembourg an den Gesamtemissionen in die Sauer.
- Mitwirkung bei der Identifizierung von Standorten zur Installation von additiven Reinigungsverfahren.
- Weiterentwicklung und Erprobung von naturnahen Reinigungsverfahren zur weitergehenden Elimination von Phosphor, Mikroschadstoffen sowie der bakteriologischen Belastung zur Anwendung im Ablauf von kommunalen Kläranlagen als additive Reinigungsstufe (Laborversuche sowie Installation und Betrieb von Pilotanlagen an den identifizierten Hot-Spots).
- Weiterentwicklung und Erprobung von naturnahen Reinigungsverfahren zur weitergehenden Elimination von Phosphor, Mikroschadstoffen sowie der bakteriologischen Belastung zur Anwendung im Ablauf von Mischwasserentlastungsanlagen (Laborversuche sowie Installation und Betrieb von Pilotanlagen an den identifizierten Hot-Spots).
- Mitwirkung bei der Entwicklung eines Entscheidungstools zum integralen Management von Kanalnetz und Kläranlage im Projektgebiet zur Reduktion der Emissionen und zur Entlastung der Hot-Spots sowie Mitwirkung bei der Entwicklung des grenzüberschreitenden Aktionsplans.
Daneben wirkt der Projektpartner Universität Luxemburg bei der Aufbereitung und der Verbreitung der gewonnen Ergebnisse (bspw. durch wissenschaftliche Publikationen, aktive Teilnahme an nationalen und internationalen Konferenzen, Organisation und Durchführung von Workshops und Seminaren für unterschiedliche Zielgruppen, Mitwirkung in Gremien zur Regelwerksarbeit) mit.
Erfahrungen
Der Projektpartner Universität Luxemburg konnte über die letzten 12 Jahre Erfahrungen in mehreren EU-kofinanzierten Projekten mit Partnern aus der GR sowie NW-Europa gewinnen.
Die Uni.lu war dabei in folgende Projekte involviert:
- INNERS – Innovative Energy Recovering Strategies in the Urban Water Cycle (2011 – 2014). EU – INTERREG IVB NWE.
- EmiSure – Development of strategies for Micropollutants in German-Luxembourgish waterbodies. Grenzüberschreitendes Programm zur Europäischen Territorialen Zusammenarbeit 2014-2020 INTERREG V A „Großregion“.
- WOW – Wider business opportunities for raw materials from wastewater (2018 – 2021) und WOW Capitalisation Project (2021 – 2023). EU – INTERREG IVB NWE.
- CoMinGreat – Mise en place d’une plate-forme dédiée aux micropolluants pour la Grande Région (2021 – 2022). Funded by INTERREG V A „Großregion“.
Hierbei wurde zum Teil bereits äußerst erfolgreich und sehr vertrauensvoll mit einigen der potenziellen Projektpartner des QualiSure Projektes zusammengearbeitet (bspw. SIDEN, RPTU, CEBEDEAU, LIST…). Auf diese Zusammenarbeit kann aufgebaut und diese weiter vertieft werden.
